Vereinsgeschichte
Die Gründung des Vereins und Wahl des ersten Präsidenten
Deutschland war noch nicht im Tennisrausch – weder Boris Becker begeisterte die Nation, noch die süße Steffi "grafte" durch den roten Sand der internationalen Tenniswelt. Doch für die Remagener begann Tennis Lebensinhalt zu werden. Und sie hatten Glück! Investoren zeigten Interesse in einer Tennishalle am Rhein den Cracks die Möglichkeit zu geben das Racket zu schwingen. Die Geldgeber setzten sich damals wegen des Standortes für einen Tennistempel mit der Stadtverwaltung in Verbindung. Und die Remagener hatten erneut Glück! Der damalige Bürgermeister Hans-Peter Kürten, später Gründungsmitglied des Tennisclubs, witterte eine Chance. Er entwickelte die Idee sofort weiter, nahm Verbindung zu sportlich interessierten Freunden und Bekannten auf, die den Gedanken verwirklichen sollten, einen Club zu gründen. Wie in geheimer Mission traf sich Hans-Peter Kürten mit Heinz Schild, Erwin Strang und Hans Herzmann. Das Schicksal meinte es gut! Der spätere Ehrenvorsitzende Willy Humpert und das Ehepaar Franz und Inga Pira gesellten sich zu den sportbegeisterten Vordenkern des "weißen Sports". Die Kernmannschaft stand und unter "sanftem Druck" von Hans-Peter Kürten machte man sich an die Konkretisierung des Vorhabens.
Erwin Strang mit Ehefrau Gerta übernahm als erfolgreicher und vor allem bekannter Geschäftsmann und Journalist die Öffentlichkeitsarbeit. Heinz Schild sorgte für das sportliche Management, Hans Herzmann kümmerte sich um die Finanzierung, Willy Humpert brachte seine große Erfahrung als langjähriger Vorsitzender des SVR insbesondere seine Kenntnisse und Verbindungen zu den Stellen ein, die Fördermittel vergaben und Franz Pira war der Mann für alle Rechtsfragen.
Einig war man sich darüber, keinen "Huhsicker"-Verein zu gründen, sondern einen familiären Club mit sportlichen Ambitionen. Nachdem Rat und Verwaltung Grünes Licht für die Flächen des Clubs gaben konnte der Tennisclub aus der Taufe gehoben werden. Die Gründungsversammlung ging am 24. Juni 1976 unter dem Beifall der ersten 48 Mitglieder im Hotel Anker über die Bühne. Am 5. August 1976 wurde der erste Vorstand gewählt und Willy Humpert wurde erster Präsident des Tennisclub Goldene Meile Remagen e.V.
Die ersten Tennisplätze und die "Baracke" entstehen
Am 18. März 1977 erfolgte der erste Spatenstich für die ersten drei Sandplätze. Gut zwei Monate später, am 28. Mai 1977 wurden die Courts freigegeben. Und das Clubleben blühte so richtig auf als auf Vermittlung von Franz Pira ein in Rolandseck ansässiges Ingenieurunternehmen für ein paar Mark fünfzig ein hölzernes Baubüro stiftete. Damit war der Schauplatz für die legendären Clubfeiern geschaffen.
Doch zunächst musste die "Baracke", wie sie heißen sollte, zu dem gemacht werden, was ihren Ruf heute noch begründet, nämlich zur zweiten Heimat der Clubmitglieder. Mit großem Einsatz und noch größerem Enthusiasmus haben die damaligen Clubmitglieder die Bürobaracke in ein Clubhaus verwandelt. Die Raumaufteilung musste verändert werden, die elektro- und die sanitäre Installation musste völlig neu gemacht werden, die Fundamente mussten gebaut werden. Eine Arbeit, die Wochen in Anspruch nahm. An dieser Stelle sei stellvertretend für viele Michael Schmitz besonders erwähnt, der die gesamte sanitäre Einrichtung gespendet und installiert hat. Zu danken ist auch den anderen Mitgliedern, denn ohne deren Bereitschaft gemeinsam den Club zu fördern wäre die weitere Entwicklung sicher nicht so rasant verlaufen, wie dies später geschehen ist.
Maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung der ersten Zeit hatte ein weiterer Umstand. Bevor die ersten Sandplätze gebaut und bespielt werden konnten, bekamen die Mitglieder des Clubs die Möglichkeit bei Majo Schumacher auf der Waldburg im Saale zu spielen und auf einem Platz in Hohenlinden.
Ohne die Bereitschaft zahlreicher ungenannter Clubmitglieder, gemeinsam den Club zu fördern, wäre der Tennisclub nicht das, was er heute ist, ein gesellschaftlicher Bestandteil der Stadt Remagen. Die günstige Entwicklung setzte sich in der Folgezeit fort. Bereits im Oktober 1976 konnte der Vorstand das 100. Mitglied begrüßen. 1979 wurde die Anlage um zwei weitere Sandplätze und einen Allwetterplatz, den "Willy Humpert"-Platz erweitert.
Der Platz hat für die Entwicklung der Damenabteilung eine überragende Bedeutung, denn der unvergessene Hans Bauer veranstaltete dort, von anderen Vereinsmitgliedern weitgehend ungestört, sein unvergessenes Damentraining. Schon vier Jahre später musste der Club wegen des enormen Andrangs an Mitgliedern und Spielern die Anlage ein drittes Mal erweitern. Im Juni 1984 wurden drei weitere Sandplätze eingeweiht. Im gleichen Jahr, am 23. März 1984 wurde Gründungsmitglied Willy Humpert zum Ehrenvorsitzenden des Clubs ernannt.
Bau der "ClubVilla"
1986, zehn Jahre nach der Gründung, zählte der Club bereits 400 Mitglieder. Mit der steigenden Mitgliederzahl erwies sich die "Baracke" als zu klein. Der Club musste sich "häuten" und sich nach einer größeren Bleibe umschauen. Der Abschied von der "Baracke" verlief nur unter Tränen. Unvergessen sind die Feste auf engstm Raum, die Partys, die Übernachtungen im Rosenfeld, die Damen in langen Kleidern am kalten Buffet, die Damen, die Ehre einlegten beim Döppekooche-Backen.
Doch das Clubleben sprengte die "Baracke". Eine neue Bleibe musste her! Dem damaligen Vorstand mit Gerd Fröhlich an der Spitze gelang es die Stadtväter davon zu überzeugen, dass der Club die Investition für ein neues Domizil auf einem eigenen Grundstück werde vornhemen können. Im Jahr 1986 konnte das 400.000-Mark-Projekt in Angriff genommen werden. Mittel zur Förderung aus dem "Goldenen Plan 86" wurden angemeldet. Die Clubmitglieder Peter Hertweck und Udo Diehl planten und planten. Am 8. Juli 1988 stieg Gerd Fröhlich in den Bagger für den ersten "Spatenstich". Am 23. Oktober 1988 wurde Richtfest gefeiert. Die Einweihungsfeier stieg am 13. Mai 1989.
Der Club hatte mit dem Neubau der immer wieder von Gastmannschaften bewunderten und gelobten "ClubVilla" und der Vollendung der Platzanlage seine heutige Gestalt erreicht. Nach den teilweise sehr stürmisch verlaufenen Entwicklungsjahren ist der Club in der Phase einer Konsolidierung eingetreten.
Sportliche Entwicklung
Erfreulich ist auch die Entwicklung im sportlichen Bereich. Im Jahr 2012 nehmen 16 Erwachsenen- und fünf Jugend-Teams an den Verbandsspielen teil. Davon spielen zwei Mannschaften in der Verbandsliga (Herren 30, Herren 40) und eine in der Rheinlandliga (Damen 60). Vier weitere Mannschaften (Damen Aktiv, Damen 55, Herren 65, Herren 70) spielen nur eine Klasse darunter, in der A-Klasse.
Die größten Erfolge
Verbandsspiele
- Verbandsmeister – Herren 30 (2006, 2008), Herren 40 (2005)
- Vize-Verbandsmeister – Herren 30 (2002, 2005), Herren 40 (2003), Herren 60 (1995), Jungsenioren (1987)
- Rheinlandmeister – Jungsenioren (1986)
- Vize-Rheinlandmeister – Herren 45 (1996)
Weitere Erfolge
- Rhein-Ahr-Team-Cup – Sieger (2011)
- TTFT-Turnier – Sieger (2006, 2009)

